Die Frauen der CDU - offen für neue Strategien

Zur Mitgliederversammlung der Frauen Union (FU) Pforzheim und Enzkreis hat der Kreisverband am 5. Juni 2019 eingeladen. Viele Frauen der CDU versammelten sich im voll besetzten Raum und hörten dem Bericht der Vorsitzende Alexandra Tatjana Baur über die zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2017 und 2018 zu.

Das Pflichtprogramm mit Rechenschaftsberichten, Aussprache, Entlastungen und Neuwahlen nahm einige Zeit in Anspruch. Dr. Marianne Engeser, beratendes Mitglied der Frauen Union und Fraktionsvorsitzende der CDU im Pforzheimer Gemeinderat, führte durch die Veranstaltung, zumindest für den Teil, den die amtierende Vorsitzende nicht ausführen durfte, weil sie selbst zur Wiederwahl antrat.

Einstimmig wiedergewählt für weitere 2 Jahre als Vorsitzende der FU Pforzheim/Enzkreis wurde Alexandra Tatjana Baur. Auch die Stellvertreterin, Andrea Wunsch, bleibt ihrem Amt treu und wurde wiedergewählt. Kaya Stolzenberg zieht sich nach 20 Jahren ehrenamtlichen Einsatzes für die Frauen Union mit einem Lächeln und der Vorfreude auf mehr Zeit für sich selbst, ihre Hobbys und die Liebsten zu Hause zurück. Als Nachfolgerin wird Petra Wißmann, Vorsitzende des CDU Stadtverbands Neuenbürg, gewählt.

Der Vorstand mit den anwesenden Mitgliedern der Frauen Union Enzkreis/Pforzheim
Von links nach rechts: Stolzenberg, Engeser, Meyer-Klinge, Grimm, Haracic, Verweyen-Mappus, Wurster, Aslan, Wunsch, Baur, Bischoff, Wißmann, Franke, Langer, Weininger, Grau, Kröner-Bruggner

Und was tut sich bei der Frauen Union? Einiges, zumindest nimmt man sich einiges vor für die neue Amtszeit. Man will sich auch zukünftig Ankerthemen widmen, wie beispielsweise die Veranstaltungsreihe Faktencheck Pflege. Es soll aber mehr als nur geredet werden. Das Ziel soll sein, Ergebnisse und konkrete Handlungsvorschläge zum Projektende zu präsentieren.

Außerdem soll es möglich sein, dass alle Themen, egal wie absurd oder auf den ersten Blick nicht umsetzbar sie erscheinen, von den Frauen der CDU auf den Tisch gebracht und diskutiert werden.

Davon, dass viele Frauen in Gemeinderatsgremien anerkannt und wertgeschätzt sind, berichtet Petra Wißmann. Diese Erfahrung hat sie als Stadträtin in Neuenbürg gemacht. Man(n) bzw. Frau sollte sich auf ein Fachgebiet spezialisieren. Durch eigene Recherche und akribische Vorbereitung kann jeder zum adäquaten Diskussionspartner im Gemeinderat werden. Und nach einem Jahr wiederholen sich viele Themen, die neuen Ratsmitgliedern zunächst wie böhmische Dörfer vorkommen.

Vom nicht immer lustigen politischen Alltag berichtet Dr. Marianne Engeser. Sie ahnt schwere Zeiten voraus im Pforzheimer Gemeinderat. Und das hat nichts mit oder ohne Frauen zu tun sondern mit dem Zerfall der Parteienlandschaft. Das alte Rezept, dass Personen in politischen Ämtern Lösungen aufzeigen und konstruktiv zusammenarbeiten, egal aus welchem Lager sie kommen, funktioniert nicht mehr. Üblich sei heutzutage in einigen Parteien oder Gruppierungen, gar kein Konzept zu haben oder grundsätzlich gegen alles zu wettern, ohne eigene Vorschläge oder Zielrichtungen, so Marianne Engeser.

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